Meine erste Klettersteigbegehung auf den Rigidalstock!
Gestern war es soweit. Eigentlich wollte ich ja meine erste, zum Start mit einem Bergführer geführte Klettersteigbegehung erst in meinen Ferien Mitte August in Angriff nehmen. Ich konnte jedoch jetzt noch ein paar Tage Überzeit einziehen. Da optimales Bergwetter angesagt war und mein Bergführer auch noch nichts vor hatte, verschob ich kurzerhand den Kurs auf gestern.
Treffpunkt war 08.30 bei der Talstation der Brunnibahn. Klettersteigmaterial (Helm, Klettersteigset, Sitzgurt) fassen war angesagt. Mit der Gondel und danach mit dem Sessellift ging es zum SAC Brunnihaus in welchem es zuerst zum Start noch eine feine Ovi gab.
Nach der feinen Ovi erklärte mir der Bergführer die Handhabung des Klettersteigsets, welches nicht allzu schwierig ist. Auf dem Wanderweg ging es zum ersten leichten Klettersteig des heutigen Tages, den Brunnistöckli KS2.
Etwas nervös beim Einstieg klinkte ich mich in das Sicherungsseil ein und überwand den ersten Felsaufschwung. Zuerst etwas ungewohnt, da man sich selbst die natürlichen Tritte im Fels suchen musste, nach kurzer Eingewöhnung aber ohne Probleme weiter zur ersten Brücke. Meine erste Dreiseilbrücke wollte überquert werden. Mir kam gleich die Seiltanznummer im Zirkus in denn Sinn als ich vor der Brücke standJ. Die Karabiner ins Seil umgehängt ging es erstaunlich einfach über das Stahlseil. Später wollte noch eine zweite luftige nepalesische Hängebrücke auch wieder ohne Probleme überquert werden und schon war der erste Steig gemeistert.



Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg zum Fusse des Rigidalstock. Über einen Alpinen (weiss/blau) Wanderweg über grosse und kleine Steine steil aufwärts zum Einstieg in den Rigidalklettersteiges. Dieser ist mit KS3 bewertet, das heisst ein mässig schwieriger Klettersteig und eine Stufe schwerer als der Brunnistöckli.
Über eine herrliche Gratkrakslerei zur Schlüsselstelle des Steiges. Eine steile Rinne mit sehr glattem Fels und keine Aufstiegshilfen welche überwunden werden wollte. Nach der Überwindung der Schlüsselstelle über den felsigen Grat weiter zur eigentlichen Gipfelwand. Eine recht Steile 30 Meter Platte welche überklettert werden möchte. Über den Schlussgrat auf den Gipfel auf 2592 MüM.







Nun genoss ich bei schönstem Bergwetter die fantastische Rundsicht welche man vom Gipfel hat. Dank des guten Wetter sah ich die Berner Alpen mit Eiger, Wetterhorn etc. bis hin zu den Glarner, Bündner Alpen bis hin zum Jurasüdfuss. Im Herbst sollte die Sicht noch grandioser sein, da die Sicht dann klarer ist. Ich werde sicher nochmals im Herbst den Gipfel erklimmen.
Der Abstieg erfolgte über den Klettersteig.
Über den Wanderweg zurück zur SAC Brunnihütte und mit der Bahn retour zum Auto.
Es war ein super Erlebnis und ich hatte sehr viel Spass. Mich hat nun das Klettersteigfieber gepackt. Ich werde diese Woche noch ein eigenes Klettersteigset zulegen und dann freue ich mich schon auf die nächsten Touren.