Kamikaze

Piz Trovat + Tiergärtli Klettersteige

Klettersteig-/Alpintouren Darkthrone — geschrieben von kamikaze @ 19:57

Piz Trovat Klettersteig bei Diavolezza KS2-3 C

 

Da ich und meine Freundin zur Zeit Ferien haben, stehen in dieser Woche einige Klettersteige auf unserem Ferienprogramm.

Am letzten Sonntag entschieden wir uns kurzfristig, zwei Tage im Graubünden zu verbringen. Ziel war die Diavolezza am Berninapass. Inspieriert wurden wir durch Vazifars interesssanten Bericht  und schönen Fotos seiner Besteigung des Piz Trovat Klettersteiges.

So fuhren wir bei schlechtem Wetter von Obwalden nach Graubünden zur Bahnstation der Diavolezza kurz vor dem Berninapasses. Auto parkiert, Sack und Pack angezogen, Billete gelöst und schon gings mit der Gondel auf 2978 MüM zur Bergstation und zum Berghaus Diavolezza wo wir für eine Nacht ein Zimmer mit Etagendusche/WC inkl. Frühstück und 4 Gang Nachtessen, Marschtee für CHF 80.00 pro Person/Nacht gebucht hatten. Leider konnten wir vom Bernina Massiv Panorama welches wir schon bei Vazifars Fotos begutachten konnten nichts sehen, denn es war neblig und es schneite leicht.

So gönnten wir uns zuerstmal eine warme Ovi im Berghaus und bezogen unser Zimmer. Gegen Abend kurz vor dem Nachtessen verzog sich der Nebel kurz und wir konnten doch noch das phantastische Panorama im Abendlicht geniessen.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Morgenessen auf den Weg zum Klettersteig Piz Trovat. Ein Wegweisser gleich beim Berghaus führte uns auf den weiss-blau-weiss Alpinwanderweg zum Einstieg des Steiges.

Der Steig ist mit KS2 bewertet und nicht allzu schwer. Er hat auch sehr viel Steighilfen, fast schon zu viel des Guten. Zum Teil kommen einem sogar diese irgendwie hinderlich in den Weg. Wer es etwas spannender haben möchte, sucht sich seine Tritte im Fels direkt neben den Steighilfen selber wie wir auch diese gemacht haben. Während des Aufstieges hat man immer wieder die Gelegenheit die wunderbare Aussicht auf die Gletscher- und Gipfelwelt des Bernina Massives zu geniessen.

Im letzten Drittel des Steiges überquert man eine Hängebrücke. Hier fängt auch gleich die Schlüsselstelle des Steiges an, eine senkrechte Wand welche überwunden werden möchte. In der Mitte der Wand findet man einen Zapfhan der Firma Calanda Bräu welcher leider auch funktionierte wie der beim Diabolo in Andermatt.

 

So mussten wir die letzte Strecke durstig zu Ende bringen. Auf dem Gipfel genossen wir dann unser Gipfelmahl bei fantastischer 360 Grad Rundsicht auf den Piz Palü, Piz Bernina etc.

Der Abstieg erfolgte dann über den weiss-blau-weiss Alpinwanderweg zurück zur Bergstation. Dort nahmen wir die Gondel, fuhren retour ins Tal und ab nach Hause.

Fazit: Ein wunderschöner hochalpiner Klettersteig mit genialem Panorama. We will come back next year !!!!!!

Mehr Bilder, Infos etc. von meiner Tour findet ihr hier: Piz Trovat

 

Tierbergli Klettersteig KS3 C

 

Heute Dienstag widmete ich mich dem Tierbergli Klettersteig welcher sich im Sustengebiet befindet und ebenso wie der Piz Trovat ein hochalpines Klettererlebnis vermittelt mit wunderbaren Gletscherpanoramen.

So fuhr ich also in der Früh über den Brünig nach Innertkirchen und weiter nach Steingletschter kurz unterhalb des Sustenpasses. In Steingletscher bog ich auf die kostenpflichtige Privatstrasse ab welche mich direkt zum Ausgangspunkt dem Parkplatz Umpol brachte.

Klettergurt, Klettersteigset, Helm, Rucksack gepackt, den Gletscherfluss über ein Brücklein überquert und schon stand ich an der Verzweigung. Nach rechts bog der offizielle weiss-blau-weiss Alpinwanderweg zur Hütte ab, rechts geht es zum Einstieg in den ersten Teil des Klettersteiges.

So zog ich mein Klettergurt an und schon hing ich am Sicherungsseil und los ging der Spass. Zuerst quert man über breite, dann immer schmalerwerdende Felsbänder mal links- mal rechts den Fels. Dann gehts auch immer steiler Aufwärts. Der erste Teil des Klettersteiges weist eigentlich keine Schwierigkeiten auf bis auf die Schlüsselstelle welche sich kurz vor dem Ausstieg befindet, einem kleinen Überhang welcher überwunden werden möchte und etwas mehr Armkraft fordert. Beherzt in das Seil gegriffen und die Schlüsselstelle gemeistert. Nun kreuzt man den offiziellen Hüttenweg. Hier hat man die Chance den Steig abzubrechen und auf dem Weg zum Parkplatz zurückzuwandern. Des weiteren ist es auch Möglich den ersten Teil mithilfe des Hüttenweges auszulassen und gleich in den zweiten Teil zu starten.

 

Ein Wegweisser mit "Klettersteig" beschriftet leitet einem nun zuerst ungesichert steil ein Geröllfeld hinauf zum Einstieg des zweiten Teils.

Nun geht der Spass weiter. Der zweite Teil empfand ich als etwas anspruchsvoller und ausgesetzter als der erste Teil. Wieder geht es in diversen sehr schmalen Felsquerungen, steile Rinnen und Wände hinauf in Richtung SAC Hütte. Diese überwindet man jedoch auch ohne Probleme. Kurz vor dem Ende des zweiten Teils erreicht man die Schlüsselstelle vor dem Ausstieg. Eine senkrechte Wand welche überwunden werden möchte. Diese ist zwar mit Tritthilfen ausgestattet, jedoch muss man sich zwischendurch eigene Tritte im Fels suchen, da diese etwas weit auseinander sind.

Nach der Überwindung gelangt man auch sogleich zum Klettersteigbuch. Kurz eingetragen ging es dann mit Stahlseilen abgesichert weiter hinauf in Richtung Hütte. Bei der Hütte liegt einem dann der Gletscher sprichwörtlich zu Füssen, denn dieser führt gleich eben vor der Hütte vorbei.

 

Geschafft! Nach einer kleinen Pause in welcher ich das Panorama genoss ging es dann über den weiss-blau-weiss Alpinwanderweg über Geröll retour zum Parkplatz.

Fazit: Ein zweiter wunderschöner hochalpiner Klettersteig mit genialem Gletscherpanorama! Guter Ausgleich an Tritthilfen und Felskletterei.

 Weiter Fotos, Infos, Gehzeit, etc. meiner Tour findet ihr hier: Tiergärtli Klettersteig

 


Mein Klettersteig Weekend

Klettersteig-/Alpintouren Darkthrone — geschrieben von kamikaze @ 16:27

Da ich dieses Wochenende nicht wirklich Lust auf eine Biketour hatte, ging es halt mal auf den Klettersteig.

 

Chäligang-Klettersteig 

Am Samstag bestieg ich den Chäligang Klettersteig, welcher auf die Engstligenalp in Adelboden führt und sehr schön neben dem Engstligenfall verläuft.

Der Klettersteig wurde erst in diesem Frühjahr erstellt und ist mit KS2 bewertet und sehr sehr leicht zu besteigen. Im Vergleich mit den Brunnistöckli, welcher auch als KS2 eingestuft ist, ist der Brunnistöckli anspruchsvoller. Dies macht den Steig auch sicherlich geeignet für eine Familienbegehung. Er ist nicht sonderlich ausgesetzt und beinhaltet nur wenige Kletterstellen.

Im Aufstieg werden 560 (300hm Klettersteig) Höhenmeter überwunden. Der Abstieg erfolgt auf dem Bergwanderweg oder per Gondel. Gehzeit ca. 3h

Landschaftlich ist der Klettersteig eindrücklich gelegen, verläuft er doch auf der rechten Seite neben dem Engstligenwasserfall. Ca. in der Mitte des Weges befindet sich eine Kanzel direkt am Wasserfall, welche eine eindrückliche Sicht auf den Wasserfall freigibt. Im oberen Teil durchwandert man eine Grasplanke mit unzähligen schönen Edelweisse.

Abgestiegen bin ich dann per Gondel da ich am Abend noch eine Einladung hatte.

Hier ein paar Eindrücke der Tour. Mehr Fotos meiner Tour findet Ihr HIER.

 

 

 

 

Via Feratta Diavolo, Andermatt

Am Sonntag ging es inspiriert durch den Tourenbericht von Vazifar zum Diavolo Klettersteig in Andermatt. Eigentlich wollte ich diesen schon am Samstag begehen, da es aber am Vortag viel geregnet hatte und der Klettersteig bei nässe nicht so zu empfehlen ist, habe ich ihn auf den Sonntag verschoben.

Der Klettersteig ist mit KS3 bewertet und verfügt über sehr viele Hilfsmittel, so dass man nie in Verlegenheit kommt einen Tritt für seinen Fuss zu finden. Bei nässe kann die Begehung heikel sein, wegen diverser Grasbänder die man durchläuft.

Im Aufstieg überwindet man 470Hm in ca. 2 Stunden. Abstieg nach Andermatt nochmals ca. 1 Stunde. Es kann auch zum Bahnhof auf dem Nätschen gewandert werden und dort per Zug nach Andermatt zurück.

Mit dem Auto ohne Stau auf Andermatt. Parkiert habe ich beim Bahnhof. Der Einstieg befindet sich bei der Teufelsbrücke und dem Suworow Denkmal. Diesen erreicht man über einen kurzen 20 minütigen Fussmarsch. Unter den Augen vieler Touristen zog ich mein neu gekauftes Klettersteigset an. Ein Typ fragte mich: "Willst du jetzt da rauf !!! Das wäre nichts für mich" :-)

Zu beginn des Steiges geht's gleich steil und ausgesetzt nach oben, dass immer unter den Blicken der vielen neugierigen Touristen :-) Man kommt sich etwas vor wie im Zoo. Weiter geht's über Felsstufen, Platten, Grasbänder mit diversen Querungen in Richtung Fahne (Ziel).

Bei diesem Klettersteig wurde an alles gedacht. Man findet eine Garderobe, einen Wasserhahn und zu Schluss sogar noch einen Bierzapfhahn. Leider muss auf ein kühles Blondes verzichtet werden, da nicht angeschlossen :-( :-)

Abgestiegen bin ich auf dem Wanderweg durch Lawinenverbauungen direkt nach Andermatt.

Hier ein paar Eindrücke der Tour. Mehr Fotos meiner Tour findet ihr HIER

 

 

 


Meine erste Klettersteigbegehung auf den Rigidalstock!

Klettersteig-/Alpintouren Darkthrone — geschrieben von kamikaze @ 14:52

Gestern war es soweit. Eigentlich wollte ich ja meine erste, zum Start mit einem Bergführer geführte Klettersteigbegehung erst in meinen Ferien Mitte August in Angriff nehmen. Ich konnte jedoch jetzt noch ein paar Tage Überzeit einziehen. Da optimales Bergwetter angesagt war und mein Bergführer auch noch nichts vor hatte, verschob ich kurzerhand den Kurs auf gestern.

 

Treffpunkt war 08.30 bei der Talstation der Brunnibahn. Klettersteigmaterial (Helm, Klettersteigset, Sitzgurt) fassen war angesagt. Mit der Gondel und danach mit dem Sessellift ging es zum SAC Brunnihaus in welchem es zuerst zum Start noch eine feine Ovi gab.

 

Nach der feinen Ovi erklärte mir der Bergführer die Handhabung des Klettersteigsets, welches nicht allzu schwierig ist. Auf dem Wanderweg ging es zum ersten leichten Klettersteig des heutigen Tages, den Brunnistöckli KS2.

 

Etwas nervös beim Einstieg klinkte ich mich in das Sicherungsseil ein und überwand den ersten Felsaufschwung. Zuerst etwas ungewohnt, da man sich selbst die natürlichen Tritte im Fels suchen musste, nach kurzer Eingewöhnung aber ohne Probleme weiter zur ersten Brücke. Meine erste Dreiseilbrücke wollte überquert werden. Mir kam gleich die Seiltanznummer im Zirkus in denn Sinn als ich vor der Brücke standJ. Die Karabiner ins Seil umgehängt ging es erstaunlich einfach über das Stahlseil. Später wollte noch eine zweite luftige nepalesische Hängebrücke auch wieder ohne Probleme überquert werden und schon war der erste Steig gemeistert.

 

 

 

 

 

Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg zum Fusse des Rigidalstock. Über einen Alpinen (weiss/blau) Wanderweg über grosse und kleine Steine steil aufwärts zum Einstieg in den Rigidalklettersteiges. Dieser ist mit KS3 bewertet, das heisst ein mässig schwieriger Klettersteig und eine Stufe schwerer als der Brunnistöckli.

 

Über eine herrliche Gratkrakslerei zur Schlüsselstelle des Steiges. Eine steile Rinne mit sehr glattem Fels und keine Aufstiegshilfen welche überwunden werden wollte. Nach der Überwindung der Schlüsselstelle über den felsigen Grat weiter zur eigentlichen Gipfelwand. Eine recht Steile 30 Meter Platte welche überklettert werden möchte. Über den Schlussgrat auf den Gipfel auf 2592 MüM.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun genoss ich bei schönstem Bergwetter die fantastische Rundsicht welche man vom Gipfel hat. Dank des guten Wetter sah ich die Berner Alpen mit Eiger, Wetterhorn etc. bis hin zu den Glarner, Bündner Alpen bis hin zum Jurasüdfuss. Im Herbst sollte die Sicht noch grandioser sein, da die Sicht dann klarer ist. Ich werde sicher nochmals im Herbst den Gipfel erklimmen.

 

Der Abstieg erfolgte über den Klettersteig.

 

Über den Wanderweg zurück zur SAC Brunnihütte und mit der Bahn retour zum Auto.

 

Es war ein super Erlebnis und ich hatte sehr viel Spass. Mich hat nun das Klettersteigfieber gepackt. Ich werde diese Woche noch ein eigenes Klettersteigset zulegen und dann freue ich mich schon auf die nächsten Touren.


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